Am 02. Oktober 2005 flimmerte das Doku-Format “Bauer sucht Frau” das erste Mal über den Bildschirm. RTL hat damit ein Konzept geschaffen, bei dem Landwirte Lebensgefährtinnen oder aber Frauen finden. Es nehmen sowohl männliche als auch weibliche Landwirte an den Sendungen teil. Auch im Ausland gibt es ähnliche Formate. Moderatorin von “Bauer sucht Frau” ist Inka Bause.
Beim Konzept von diesem Format geht es darum, dass Bauern, die es eh sehr schwer haben aufgrund ihres “niederen” Standes bzw. ihres wenigen Einkommens und vor allem wegen ihrer Abgeschiedenheit auf dem Land, eine Frau oder einen Mann fürs Leben zu finden. Die Bauern werden von Moderatorin Inka Bause zu Beginn einer Staffel immer vorgestellt, und zwar plakativ als „rauhbeiniger Rinderwirt“ oder als „schüchterner Getreidebauer“ oder “rassiger Biobauer”. Die Bauern werden in einer Pilotsendung schon mehrere Wochen vor dem Beginn der Staffel vorgestellt. Dies gibt den Frauen die Gelegenheit Briefe an die Bauern zu schreiben. Unter den eingegangenen Bewerbungen wählen die Bauern dann meist zwei Frauen aus, die zwecks näherem Kennenlernen dann zu einem Scheunenfest eingeladen werden. Dort entscheiden die Landwirte direkt, welche der beiden Bewerberinnen sie zu sich auf den Hof einladen zur Hofwoche, bei der sie dann von der Kamera begleitet werden. Dort angekommen müssen sich die Bewerberinnen dann beweisen, und zwar im Säubern der Ställe, auf dem Feld und auch in der Küche. Nach der Arbeit versuchen dann die Bauern aber auch bei Ausflügen oder Ausgehen die Herzen der Frauen zu erobern und vor allem auch herauszufinden, ob die Frau denn zu ihnen auch wirklich passt. Die Meinung der Familie ist natürlich auch nicht zu verachten dabei.
Damit kein Rückschluss auf die Person des Landwirts geschlossen werden kann, wurde ab 2008 damit begonnen aus Datenschutzgründen eine “Verpixelung” der Kennzeichen von gezeigten Kraftfahrzeuge und auch der Ohrmarken der Tiere vorzunehmen.
“Bauer sucht Frau” bringt RTL pro Sendung ca. durchschnittlich 7,5 Millionen Zuschauer.