Dieter Nuhr kennt keine Grenzen, wenn es um Witze und Humor geht, und erklärt, das Leben sei zu kurz, um nicht zu lachen. Für Dieter Nuhr hat Humor kaum Grenzen.
Der Kabarettist findet, dass man “wenigsten etwas zu lachen haben” sollte, wenn das Leben schon so kurz ist. Deshalb sei es auch egal, worüber man lache, obwohl er zugibt, dass er bei “billigen” Witzen selbst nicht mitlachen kann. Er verrät: “Leider bin ich geistig nicht in der Lage mitzulachen, wenn die Witze zu billig werden.”
Erklärend fügt er hinzu: “Schwiegermütter, Blondinen und Geschlechtsorgane sind per se nicht witzig. Das hat sich leider nicht überall herumgesprochen. Ich finde: Wenn man das auslacht, was einem am unerträglichsten erscheint – Tod, Fundamentalisten, Fernsehprogramm – kann Lachen auch eine therapeutische Wirkung haben, das heißt, man bleibt lebensfähig. Das ist gut, daran arbeite ich.” Auf die Frage, wo bei Witzen für ihn die Grenze sei, erwidert er außerdem: “Das Leben ist kurz und endet mit dem Tod. Da sollte man wenigstens etwas zu lachen haben. Worüber man lacht, ist eigentlich egal.”
Allerdings geht es dem Spaßvogel nicht nur darum, sein Publikum zu unterhalten, sondern er will auch mit seiner Stimme etwas bewegen. Im Interview mit der Online-Ausgabe der ‘Berliner Morgenpost’ erklärt er außerdem: “In der Tat hat sich meine Fassungslosigkeit in den letzten Jahren gesteigert – und auch meine Bissigkeit. Es gibt immer mehr gesellschaftliche Gruppierungen, die mir aufgrund völlig irrationaler Ideologien vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe.” Zu diesen Gruppen zählten die Religiösen, aber auch manche politischen Gruppierungen, erklärt er und fasst zusammen: “Lauter Leute, denen der Begriff Freiheit nichts wert ist. Das macht mir Angst.”
Dies sei ein starker Antrieb für ihn. “Ich möchte die Menschen dazu bringen, die Heilsbringer auszulachen. Wir brauchen keine Führer, weder ideologische, noch religiöse. Ich hoffe, dass meine Stimme da schon ein bisschen zählt, ich habe schließlich ein großes Publikum. Nicht, dass ich mich da zu ernst nehmen würde, aber ich tue, was ich kann.”



