Thilo Sarrazin: Seine Thesen – Verändert er damit Deutschland? Der 65 jährige Thilo Sarrazin ist als Bundesbank-Vorstand freiwillig zurückgetreten, siehe unter anderem auch hier. Damit kam Thilo Sarrazin sicher der Entscheidung zur Entlassung zuvor, aber er hat im ganzen Land auch eine Diskussion zu seinen Thesen ausgelöst!
Doch der promovierte Volkswirt, Bundesbank-Vorstand und Ex-Finanzsenator von Berlin, hat mit seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” auch etwas bewirkt, denn die Menschen diskutieren über ein Thema, über das vielleicht zu lange von den Politikern geschwiegen wurde.
Zwar sind nicht alle Thesen von Sarrazin für uns so ganz OK, aber einige sollten doch von den Politikern mal überdacht werden. Wie zum Beispiel das Intregation-Problem: vielleicht sollte man unter anderem doch verstärkter daran arbeiten, dass alle ausländischen Bürger, die hier in Deutschland leben wollen, auch unsere Sprache lernen müssen!
Denn nur wer die Sprache in einem Land in dem er leben möchte auch beherrscht, kann sich dort auch besser intregieren. Denn wer die Sprache beherrscht, kann zum Beispiel seine Kinder unterstützen bei Schulaufgaben. Aber ganz sicher sind die beruflichen Chancen viel besser, wenn man auch die Sprache nicht nur versteht, sondern auch spricht!
Dazu hat BILD.de eine interressante Meldung heute veröffentlicht, siehe hier Hier einige Auszüge dazu:
• Hoffentlich bleibt ein Schrecken, aus dem ganz viele Politiker etwas lernen. Sie haben jetzt erlebt, dass eine große Mehrheit der Bürger nicht mehr versteht, was und wie sie denken. Der Graben zwischen Wählern und Gewählten wird (nicht nur) beim Thema Integration und Zuwanderung in dramatischer Weise größer.
• Hoffentlich bleibt der Mut, darauf zu bestehen, dass auf Schulhöfen in Deutschland selbstverständlich deutsch gesprochen werden muss. Denn anders kann die Integration nicht gelingen.
• Hoffentlich bleibt die Wut vieler Bürger darüber, dass ein streitbarer Geist wie Thilo Sarrazin Polizeischutz braucht, wenn er aus seinem Buch vorlesen will.
• Hoffentlich bleibt eine wachsende Bereitschaft, sich auch bitteren „politisch nicht korrekten“ Wahrheiten zu stellen. Zum Beispiel dieser: Mit einem Teil der muslimischen Zuwanderer gibt es Probleme, die es mit anderen Gruppen von Zuwanderern nicht gibt; etwa in puncto Kriminalität, Schulbildung und Sozialtransfers.
• Hoffentlich bleibt die Erkenntnis, dass über Jahrzehnte hinweg Probleme und Folgen der Zuwanderung verniedlicht, verharmlost oder geleugnet wurden. Deutschland hat in der Zuwanderungspolitik Jahrzehnte vertan. Abhilfe zu schaffen wird lange dauern.
• Hoffentlich bleibt der Auftrag an die Bundesregierung, Integration noch viel wichtiger zu nehmen als bislang. Und endlich ein eigenes Ministerium für Integration zu schaffen (am besten mit einem Minister mit ausländischen Wurzeln) – statt die Aufgabe zu großen Teilen einer überforderten Integrationsbeauftragten zu überlassen.
• Hoffentlich bleibt die Einsicht, dass Deutschland in Zukunft eine andere, eine modernere Zuwanderungspolitik braucht. Die sich wie in anderen Demokratien das Recht nimmt, auch auf die Qualifikation der Zuwanderer zu achten und auf die Frage, ob sie nicht mangels Bildung und mangels Ehrgeiz geradewegs ein Fall für die Sozialämter werden.
• Hoffentlich trauen sich viele Lehrer an allen Schulen, über das Buch von Thilo Sarrazin mit den Schülern offen zu diskutieren.
• Hoffentlich gibt es möglichst vielen zu denken, dass Teile der Linken im Land immer noch bereit sind, jemandem das Recht auf seine freie Meinung allein schon abzusprechen, weil seine Meinung nicht in ihr eigenes Weltbild passt.




